Wärmedämmung

Wärmedämmverbundsysteme - die Alleskönner

Wärmedämmung ist ein wichtiges Thema beim Hausbau oder der Restaurierung. So hilft diese nicht nur, die Wärme im Haus zu behalten. Sie schützt auch vor Schimmelpilzbildung. Denn ist ein Haus den Temperaturschwankungen schutzlos ausgesetzt, entsteht durch den stetigen Wechsel von Aufheizen und Abkühlen Feuchtigkeit im Mauerwerk. Diese schädigt die Substanz und kann zu giftiger Schimmelpilzbildung führen. 

Durch eine außenliegende Dämmung bleibt das Ihrem Baustoff erspart! Der erhöhte Feuchtigkeitsschutz eines modernen Wärmedämmverbundsystems (WDV-Systems) verhindert vorsorglich die Schimmelpilzbildung durch Kondensierung in unzureichend gedämmten Mauerwerken. Selbst eine Nachrüstung eines WDV-Systems kann die Langlebigkeit der Wände erheblich steigern.

Zusätzlich kann ein WDV-System in erheblichem Umfang zum Einsparen von Heizkosten beitragen. Die Wärmedämmfähigkeit sorgt für ein ganzjährig angenehmes Raumklima.

In Wärmedämmverbundsystemen (WDV-Systemen) werden für eine optimale Wärmedämmung verschiedene Materialien miteinander kombiniert. Ein WDV-System besteht dabei generell aus drei Schichten, die von außen auf das Mauerwerk aufgebracht werden: einer Wärmedämmschicht, einer Armierungsschicht aus Armierungsmasse und Armierungsgewebe sowie einem Außenputz zur Gestaltung der Oberfläche. Bei der Wärmedämmschicht handelt es sich um Platten oder Lamellen unterschiedlicher Schichtdicke, die mithilfe von Dübeln und /oder Kleber am Mauerwerk befestigt werden. In der Regel bestehen diese aus Hartschaum oder Mineralfaserdämmstoff.

Bei der energetischen Modernisierung bestehender Fassaden spielen WDV-Systeme eine wichtige Rolle, können aber ihr volles Potential insbesondere bei neuen Bauvorhaben entfalten.

Wärmedämmputzsysteme - für spezielle Untergründe

Wärmedämmputzsysteme eignen sich im Gegensatz zu WDV-Systemen oft besser zum Dämmen von Altbaufassaden, auf sehr unebenen Untergründen und wenn Bestimmungen des Denkmalschutzes einzuhalten sind. Im Gegensatz zu normalem Außenputz mit Schichtdicken von 2 bis 3 cm erreichen Wärmedämmputzsysteme eine Stärke von bis zu 10 cm. Sie bestehen aus aufeinander abgestimmten wärmedämmenden Unterputzen und einem Deckputz. Seine wärmedämmende Eigenschaft erhält der Unterputz durch den Zusatz von Polystyrol oder Blähton, wodurch er aber auch an Festigkeit verliert. Zum Ausgleich wird in Wärmedämmputzsystemen ein vergleichbar festerer Deckputz zur Abschirmung gegen Feuchtigkeit eingesetzt. Für eine optimale Isolierleistung ist eine fachmännisch vorgenommene, präzise Abstimmung der Putzschichten untereinander notwendig.